Schutz für IMS-Testkonstrukte: phi-TCR

In der modernen SAP-Infrastruktur ist es möglich spezifische Lösungen für die unterschiedlichsten Problematiken zu entwerfen. Eine Herausforderung, vor der die Energieversorgungsbrache steht, ist die stetig wachsende Anzahl IMSys-Geräten. Auf Grund dessen gibt es in der IT neue Herausforderungen.

Eine dieser Herausforderungen besteht in der Sicherung von IMSys-Testkonstrukten. Wenn Systemkopien von SAP S/4 Hana Utilities Produktivsystemen auf Konsolidierungssysteme durchgeführt werden, kommt es zur Überschreibung der Daten der IMSys-Testkonstrukte, weshalb die Kommunikation mit den Testgeräten über das Gateway nicht länger möglich ist. Da die manuelle Erstellung der Testkonstrukte kompliziert und zeitaufwändig ist, wird eine Automatisierung dieser Aufgabe benötigt.

Das Programm phi-TCR (Test Construction Restore) der phi-Consulting GmbH sorgt durch eine vollständige oder selektive Sicherung vor und eine nach Produktivsystemspiegelung jederzeit mögliche Einspielung der gesicherten Testkonstrukte dafür, dass keinerlei manueller Aufwand für den Erhalt der Funktionalität in den neu aufgebauten Testsystemen entsteht.

Im Gegensatz zu klassischen Reports, die bereits aus R3 und S4/Hana bekannt sind, handelt es sich bei dem phi-TCR um eine moderne Web-Anwendung auf der SAP Business-AI-Platform. Sie nutzt dabei eine Kombination aus dem RAP-Model (ABAP RESTful Application Programming Model) und dem CAP-Model (Cloud Application Programming Model) um die Daten auf einer Hana-DB zu speichern bzw. davon auszulesen.

Für die Datengrundlage und Datenbeschaffung wird das RAP-Model verwendet. Dabei handelt es sich um das SAP-Standardprogrammiermodel für die Entwicklung Cloud-fähiger Anwendungen auf der SAP-Business AI Platform zur Erweiterung von SAP S4/Hana on-premise. Mit diesem Model ist es möglich Core-Data-Services (CDS) zur Datenmodellierung sowie Business Services für die Logik zu entwerfen.

Die Grundlage des phi-TCR bildet ein mehrschichtiger CDS-View. Über eine Service-Definition (Definition welche Datenstruktur exponiert wird) und ein Service-Binding (Festlegung des OData-Protokolls und Bereitstellung des technischen Endpunktes) wird eine Web-API dieses CDS-Views im System veröffentlicht, welche dann über das CAP-Model- ein Framework zur Erstellung von enterprise-fähigen Cloud-Services – in der Business-AI-Platform Verwendung findet. Im Fall des phi-TCR werden mit diesem Framework in einem Cloud-Foundry-Space die Daten des S/4 Hana Utilities verarbeitet und in eine Hana-DB in der Cloud geschrieben.

In dem CAP-Model befindet sich zudem die graphische Oberfläche des phi-TCR. Die drei wichtigsten Elemente der Oberfläche stellen der Controller, das Modell und der View dar. Der View enthält alle visuellen Komponenten der Benutzeroberfläche. Die Definition erfolgt über XML. Das Modell enthält Datenmodelle und Hilfsfunktionen. Die Daten werden hier bereitgestellt, strukturiert und formatiert. So können sowohl Daten aus der Hana-DB als auch aus dem SAP-System formatiert und visuell aufbereitet werden. Abschließend verbindet der Controller die Benutzeroberfläche mit den Daten. Er verarbeitet die Daten, handhabt Benutzereingaben und übernimmt die Anzeige der passenden Ansichten.

Das fertige phi-TCR beinhaltet durch diese Struktur zusätzlich verschieden Funktionen. Ein fester Bestandteil ist das Analysetool für das Produktivsystem, welches es ermöglicht eine Vielzahl an Daten zu IMSys-Geräten anzuzeigen und visuell darzustellen. Die Funktion Speichern: „IMSys Testkonstrukte“ beinhaltet eine Auflistung der Testkonstrukte, welche von einem Sicherungslauf gespeichert werden. Diese Liste kann auch durch autorisierte Nutzer bearbeitet werden, so dass es möglich ist spezifische Sicherungsläufe manuell zu erstellen. Es existiert eine Auflistung aller bereits durchgeführten Sicherungsläufe auf der Hana-DB. Für jeden dieser Sicherungsläufe ist es möglich eine Prüfung durchzuführen, welche der gespeicherten Testkonstrukte bereits im System vorliegen und wo eventuell Datenschiefstände bestehen.

Der Export eines Sicherungslaufs erfolgt über einen einzigen Klick. Danach ist es möglich das Protokoll dieses Exports anzusehen, um detaillierte zu prüfen, welche Daten geändert wurden. Mit diesen Funktionen bietet das phi-TCR innerhalb einer modernen SAP-Architektur eine intuitive Oberfläche, die es ermöglicht eine Vielzahl an Informationen zu IMSys-Gerätedaten graphisch darzustellen, IMSys-Testkonstrukte zu schützen und ihre Funktionalität dauerhaft zu garantieren.